Was bedeutet Mobile Device Management?

Published Aug 4, 2020 1:52:22 PM in German

So mancher fragt sich, was der Begriff MDM tatsächlich bedeutet. Man hat schon mal davon gehört, aber so richtig wissen, was ein MDM macht, tun die wenigsten. Wir möchten einen kleinen Einblick in die Welt des MDM geben und einige Mythen aufklären.


Der Begriff Mobile Device Management ist gerade in Zeiten von Corona in aller Munde. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Und was soll ein MDM bewirken? Was hat ein Unternehmen oder eine Behörde davon, ein MDM einzusetzen?

Dazu muss man nur einmal in die jüngste Vergangenheit schauen: Mobile Geräte haben den Alltag der Menschen verändert, auch deren Berufsleben. Und das in kürzester Zeit. Mit der massenhaften Verbreitung mobiler Endgeräte, darunter vor allem Smartphones und Tablets, aber auch Notebooks, die auch vor Unternehmen nicht Halt gemacht hat, ist für die IT-Abteilungen in den letzten Jahren ein neues Arbeitsfeld entstanden und stellt sie vor neue Herausforderungen.

Was ist also ein MDM?

Mittlerweile hat fast jeder ein Smartphone oder Tablet für die private Nutzung. Wenn die mobilen Geräte nicht nur privat, sondern auch für die Arbeit genutzt werden, muss das betreffende Unternehmen dafür sorgen, dass die Daten der Firma ausreichend geschützt werden.

Die stationäre IT und auch Firmen-Laptops sind oft gut gesichert, aber bei den Smartphones und Tablets sieht die Welt schon wieder anders aus, insbesondere wenn diese dem Mitarbeiter und nicht dem Unternehmen gehören (BYOD: Bring Your Own Device) und außerdem Zugriff auf die IT-Infrastruktur des Unternehmens haben.

Die Abkürzung MDM steht für Mobile Device Management. Dahinter steckt eine Softwarelösung, mit der alle mobilen Geräte, die von Mitarbeitern für die Arbeit genutzt werden, in das Unternehmensnetzwerk eingebunden werden.

Was aber genau MDM ist und wie es funktioniert, spielt besonders für Unternehmen eine Rolle, die ihre Daten vor Fremdzugriff schützen müssen. Es geht um die Einbindung von mobilen Geräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks in ein Unternehmensnetzwerk und den Schutz von sensiblen Daten. Gleichzeitig kann und muss die Funktionalität der Geräte für Unternehmensanwendungen optimiert werden.

Welche Funktionen hat ein MDM?

Mobile Geräte, egal ob privat oder vom Unternehmen beschafft, müssen sicher und organisiert in die IT-Infrastruktur eingebunden werden. Es tun sich weitreichende Fragen in Bezug auf Datenschutz und Data Security auf. Aus diesem Grund gibt es für die Mobilgeräteverwaltung sogenannte Mobile Device Management Systeme. Was machen die genau?

Im Folgenden haben wir eine Liste der Funktionen zusammengestellt, die solch ein System unbedingt abbilden sollte:

  • die Verwaltung über eine zentrale Konsole, unabhängig vom Betriebssystem
  • die Verwaltung der Geräte und Gerätedaten wie IMEI-Nummern, Seriennummern etc.
  • die übersichtliche Zuordnung der Geräte zu den Mitarbeitern
  • die übersichtliche Zuordnung der Geräte zu den jeweiligen Business-Mobilfunktarifen
  • Application Management, Anwendungen ohne Eingriff des Nutzers hinzufügen oder entfernen, Updates oder Patches ausrollen (Betriebssystem und Anwendungen)
  • Software-Lizenzen verwalten
  • Fehlerdiagnosen am Gerät oder den Anwendungen durchführen
  • Self-Healing durchführen
  • Bereitstellung von Unternehmensanwendungen und freigegebenen Apps über einen eigenen Appstore: Das Unternehmen kann über einen Kiosk unternehmenseigene Apps verteilen und unerwünschte Apps sperren
  • einfaches Ausrollen und Verwalten von E-Mail, WLAN, VPN und anderen Profilen oder Zugangsberechtigungen
  • die DSGVO-konforme Trennung der beruflichen von den privaten Daten der Mitarbeiter (Einrichtung eines Workspace)
  • ein nutzerfreundliches Deployment-Programm zur Integration neuer Geräte, beispielsweise beim Onboarding eines neuen Kollegen
  • bei Verlust die Ortung des Geräts und das Löschen unternehmensbezogener Daten — im Notfall kann das Gerät gelöscht werden

Abschließende Zusammenfassung

Ein MDM-System ist die softwaregestützte Verwaltung von mobilen Kommunikationsgeräten wie Smartphones, Phablets, Tablets und Notebooks im Unternehmens- und Behördenkontext. MDM hilft, Aufwände abzubauen und Sicherheitslücken zu schließen.

In den Organisationen verursachen die Beschaffung, Einrichtung und Verwaltung der Mobilgeräte erheblichen Aufwand. Je nach Deployment-Strategie und der Anzahl verschiedener Geräte kämpfen IT-Administratoren mit einer Vielzahl unterschiedlicher Betriebssysteme, Patch-Zyklen, Schnittstellen und den damit einhergehenden Security- und Usability-Problematiken. Dieser ungeliebte Verwaltungsaufwand erhöht sich noch, wenn Geräte verloren gehen oder einen Defekt haben.

Rechnet man diesen Aufwand auf mehrere Dutzend oder gar hunderte Smartphones oder Geräte hoch, wird schnell klar, dass die Mobilgeräteverwaltung zu einer ernstzunehmenden Belastung für ein Unternehmen werden kann — unabhängig davon, ob man von Start-ups, KMU, Corporate oder Behörde spricht.

Das muss alles nicht sein. Ein MDM-System wie FileWave entlastet IT-Administratoren nachhaltig, indem es genau diesen Verwaltungsaufwand auf ein Minimum reduziert. Im besten Fall dauert das Integrieren eines neuen Geräts (Enrollment) weniger als eine Minute. Die Geräteerfassung kann der Mitarbeiter im Idealfall selbst vornehmen, ohne weitere Unterstützung von der IT in Anspruch zu nehmen. WLAN-Passwörter, E-Mail-Einstellungen, VPN-Zugänge und zum Beispiel auch die Drucker stehen nach dem Enrollment fertig konfiguriert bereit, sodass der Nutzer sich nicht kompliziert mit Logins, Zugängen, Passwörtern und Ähnlichem herumschlagen muss.

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